Tanzverbot wegtanzen!

Während den „stillen Feiertagen“, steht in Baden-Württemberg wieder das „Tanzverbot“ an. Das bedeutet, dass öffentliche Veranstaltungen, welche über den Schank- und Speisebetrieb hinausgehen, untersagt sind.

Aber weshalb? Grundsätzlich steht es doch allen gesellschaftlichen Gruppierungen frei, Tage von für sie besonderer Bedeutung auf ihre Weise zu feiern. Aber warum gibt es hier eine besondere Einschränkung?
Natürlich darf jede_r Gläubige die Feiertage wahrnehmen und sie gestalten, wie er/sie es vorzieht, aber warum werden Menschen, die das nicht tun, deswegen eingeschränkt?
Was spricht dagegen, wenn Menschen, welche dieser Religionsgemeinschaft nicht angehören, während der Feiertage zu einer Tanzveranstaltung oder Sonstigem gehen? Hierzu sagte Marco Radojevic, Bundestagskanditat der Partei DIE LINKE und Mitglied der Linksjugend [’solid]: „Das Tanzverbot ist nicht zeitgemäß und völlig an einer pluralistischen Gesellschaft vorbei gedacht. Neben praktizierenden Christen gibt es in Baden-Württemberg zahlreiche andere konfessionelle und konfessionslose Gruppen, die bei einem Tanzverbot berücksichtigt werden müssen. Ein allgemeines Tanzverbot ist daher abzulehnen.“ Diesem Statement können wir uns nur anschließen.
Jede_r sollte uneingeschränkt feiern / tanzen / moshen usw. dürfen, und das auch an „stillen Feiertagen“. Wir sagen NEIN zum Tanzverbot!

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Flüchtlinge sind willkommen! Gemeinsam gegen Pegida, Rassismus und Hetze!

Die Jugendorganisationen der Parteien FDP (Junge Liberale), Bündnis 90/Die

Grünen (Junge Grüne), SPD (Jungsozialisten in der SPD) und Die Linke (Linksjugend

solid) rufen gemeinsam zur Teilnahme an der für Montag 05.01. angesetzten

Demonstration „Flüchtlinge sind willkommen! Gemeinsam gegen Pegida, Rassismus

und Hetze“ auf dem Stuttgarter Schlossplatz auf.

In einer gemeinsamen Erklärung

lassen die Vorsitzenden und Sprecher der Jugendorganisationen, Daniel Alexander

Schmidt, Tobias Bacherle, Felix Huber und Utz Mörbe verlauten: „Mit Blick auf die

momentanen Demonstrationen in Dresden und anderswo in Deutschland sind wir

erschüttert, dass Menschen die auf der Flucht sind und schon Grausames erleben

mussten, so ausgegrenzt werden – ausgerechnet um die Weihnachtszeit. Für uns ist

deshalb klar, dass ein Zeichen gesetzt werden muss, auch in Baden- Württemberg.

Wir können nur Jede und Jeden dazu aufrufen dies mit uns zu tun.“

Die Demonstration wird von der Stuttgarter Vereinigung „Die Anstifter“ veranstaltet

und wird um 17:00Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart beginnen. Weitere

Informationen gibt es im Internet auf http://www.die-anstifter.de.

8. März – Frauen*kampftag!

Emanzipation erkämpfen, das Patriarchat zerschlagen. Heute und an jedem anderen Tag des Jahres! Was sonst?

stilllovinfeminism„Wir müssen Sorge tragen, dass der Frauentag nicht nur eine glänzende Demonstration für die politische Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts, sondern darüber hinaus der Ausdruck einer Rebellion gegen den Kapitalismus, eine leidenschaftliche Kampfansage all den reaktionären Maßnahmen der Besitzenden und ihrer willfährigen Dienerschaft, der Regierung ist.“ – Clara Zetkin

Gemeinsam nach Pforzheim – Nazis den Tag vermiesen!

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Am Sonntag werden wie jedes Jahr verschiedene faschistische Gruppierungen das Gedenken der – zweifelsohne tragischen – alliierten Bombardierung Pforzheims 1945 nutzen, um das Nazi-Regime zu rechtfertigen und seine zahlreichen Opfer zu relativieren.

Einen sehr lesenswerten Aufruf mit vielen Hintergrundinformationen findet ihr hier.

Geben wir Nazis keinen Meter Raum für ihre menschenverachtende Propaganda! Wir machen uns deshalb gemeinsam auf den Weg nach Pforzheim und laden alle Interessierten herzlich ein, sich uns anzuschließen!

Treffpunkte für die gemeinsame Anfahrt mit der Bahn:

Bahnhof Nagold 13:00 Uhr (Abfahrt 13:17)

Bahnhof Calw 13:20 Uhr (Abfahrt 13:37)

Bitte rechtzeitig da sein. Warme Kleidung und etwas Proviant kann nicht schaden!

Rückfragen? Kein Problem, auch kurzfristig sind wir erreichbar unter:

solid_cwbb(at)lists.riseup.net

Syrien – eine ausweglose Situation?

Kurdinnen und Kurden feiern die Ausrufung der Autonomie in Rojava, dem westlichen Teil Kurdistans im Norden Syriens.

Seit mittlerweile fast drei Jahren tobt in Syrien ein verheerender Stellvertreterkrieg zwischen den Truppen der Assad-Regierung und der Opposition aus Freier Syrischer Armee und islamistischen Gruppen. Ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht, doch es kommen immer mehr Grausamkeiten beider Kriegsparteien ans Licht. Die Weichen für eine militärische Großoffensive des Westens sind gestellt und durch das Eingreifen verschiedener Länder in die Geschehnisse in Syrien ist der Konflikt längst nicht mehr von den dort lebenden Menschen bestimmt.

Doch währenddessen gewinnt im Norden Syriens – dem westlichen Teil Kurdistans, auch Rojava (sprich Roschawa) genannt – eine Volksbewegung an Kraft, die in diesem aussichtslosen Szenario neue Fakten schafft. In dem zum größten Teil von Kurdinnen und Kurden bewohnten Gebiet wurden die Truppen Assads durch Massenproteste vertrieben und neue basisdemokratische Rätestrukturen aufgebaut, die zu 40% aus Frauen bestehen. Außerdem sind alle ansässigen Ethnien und Minderheiten vertreten. Die Herstellung von Nahrungsmitteln wurde kollektiviert, die Polizei durch so genannte Freiwillige Ordnungskräfte (Asayiş) ersetzt, eigene Volksgerichte gegründet und Krankenhäuser, Schulen und weitere öffentliche Einrichtungen aufgebaut.

Die Bevölkerung organisiert sich in Milizen, um ihre Errungenschaften gegen islamistische Gruppen zu verteidigen. Regelmäßig kommt es zu Angriffen, Ermordungen und Vergewaltigungen durch Dschihadisten. Gleichzeitig versuchen Türkei und Irak Rojava zu isolieren, indem sie ihre Grenzen für Hilfsgüter und Nahrungsmittel sperren. Die Türkei bietet den Islamisten außerdem einen Rückzugsraum und unterstützt sie mit Verpflegung und Logistik. Auch seitens Assads oder der westlichen und arabischen Länder ist keine Hilfe für Rojava zu erwarten. Immerhin befinden sich dort 60 % der syrischen Ölvorkommen und es ist strategisch gesehen praktisch der Eingang zum Nahen Osten.

Dennoch weitet sich die Befreiungsbewegung aus und vor kurzem wurde auch in der an die Türkei und den Irak grenzende Region Cizire die »demokratische Autonomie« ausgerufen. Dieser emanzipatorische Prozess in Rojava ist eine Alternative für ganz Syrien, die im Gegensatz zur militärischen Intervention in etablierten Medien kaum Beachtung findet. Deshalb rufen wir euch auf, dieses Kapitel im syrischen Konflikt bekannter zu machen und eure Unterstützung zur Unabhängigkeit Rojavas zum Ausdruck zu bringen!

Kommt am 8. Februar um 14 Uhr zur Solidaritätsdemonstration in Stuttgart!
(Lautenschlagerstraße | gegenüber vom HBF)

Inklusion ist mehr als Schule!

Wir laden ein zu Votrag und Gesprächsrunde mit Utz Mörbe, am Mittwoch, den 12.02.14 um 19 Uhr im Ernst-Schäfer Haus Sindelfingen. Behindern ist heilbar!

Der Begriff Inklusion wird häufig nur im Zusammenhang mit dem Schulwesen verwendet. Dabei lässt er sich auch auf alle anderen Lebensbereiche ausweiten, in denen Menschen mit Behinderung bisher ausgeschlossen sind. So sind diese meist in abgesonderten Werkstätten und Wohnheimen an den Rand des Stadtbildes gedrängt. Ohne finanzielle Selbstständigkeit und mit Stundenlöhnen von teilweise unter einem Euro wird ihnen die Teilhabe am öffentlichen Leben erschwert.
Inklusion bedeutet aber: Leben und Lernen in der Gemeinschaft aller, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Behinderung. Dazu brauchen wir geeignete Gesamtschulen, differenzierte Lernkonzepte, gemeinsames Lernen und gemeinsames Arbeiten. Das gegliederte Schulsystem und Behindertenwerkstätten sollten überflüssig gemacht werden. Kleinere Klassen und spezialisierte Fachkräfte an den Schulen sowie zusätzliche Pädagog_innen in inklusiven Betrieben kommen Allen zu Gute.
Wir müssen Menschen, die bisher wegen ihrer Behinderung ausgegrenzt sind, ermutigen und unterstützen, dass sie sich in der Mitte der Gesellschaft wohl fühlen und ihre Fähigkeiten entwickeln können.