
Wichtig ist, dass Jedem möglichst viel Bildung zuteil wird. Verbunden mit der längst fälligen Forderung nach Inklusion bedeutet das, dass Menschen mit Behinderungen nicht wegen ihrer Einschränkungen ausgesondert werden in einen „geschützten Bereich“, wie z. B. Sonder-„Förderschulen“ oder eben in Behindertenwerkstätten mit z. T. unterirdischen Stundenlöhnen (unter 1 Euro /Stunde).
Inklusion bedeutet: lernen in der Gemeinschaft aller, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Behinderung.
Dazu brauchen wir geeignete Gesamtschulen, differenzierte Lernkonzepte, gemeinsames Lernen und gemeinsames Arbeiten. Das hilft nicht nur Menschen mit Behinderungen sondern Allen. So kann für Alle das Lernen und Arbeiten erleichtert werden.
Alle Bildungsmöglichkeiten von Schule über Ausbildung bis hin zum Studium müssen Allen offenstehen. Wer dazu wegen einer Behinderung Unterstützung benötigt muss diese erhalten. In den Schulen benötigen wir dafür kleine Klassen und zusätzliche Lehrer zur Absicherung des differenzierten Unterrichts. (z.B. 2-Lehrer-System) und in den Betrieben Heilerziehungspfleger und Sonderpädagogen, die dann nicht mehr in den Behindertenwerkstätten arbeiten.
Behindertenwerkstätten werden in dem Maße überflüssig, wie es uns gelingt Betriebe zu verpflichten und zu fördern geeignete Arbeitsplätze gegebenenfalls mit Unterstützung zu schaffen und zu besetzen. Dazu dürfen sie sich nicht so billig wie jetzt, auch über Aufträge an Behindertenwerkstätten, raus kaufen können.
Wir müssen Menschen, die wegen ihrer Behinderung ausgegrenzt sind ermuntern und unterstützen, dass sie sich in der Mitte der Gesellschaft wohl fühlen und ihre Fähigkeiten entwickeln können.
Behindern ist heilbar
Utz Mörbe
Linksjugend [`solid] BB/CW

